Mein Weg zum Kaufmann
Da sich durch meine Selbständigkeit beispielsweise im Zusammenspiel mit Finanzdienstleistern (nicht Banken) vereinzelt schon gezeigt hat, dass es also „Firma“ einfacher ist als nur als Selbständiger, hatte ich mich entschlossen mich ins Handelsregister eintragen zu lassen als Kaufmann. Netter Nebeneffekt: ich könnte auch endlich offiziell unter BulletBee firmieren (nämlich „BulletBee e.K.“). Allerdings hätte ich mir wohl eine andere Notarkanzlei suchen sollen …
Ich hatte bislang weder mit Notaren noch mit Handelsregistereinträgen zu tun. Also hab ich mal geschaut, wo in der Nähe Notare sind und am besten gleich eine Kanzlei suchen mit mehreren, damit man auch mal ausweichen kann, falls einer nicht da ist oder keine Zeit hat und etwas dringend ist. Bedingt durch meinen Umzug habe ich mein Gewerbe im alten Wohnort abgemeldet (zum 15. August) und wollte das neue Gewerbe dann in Duisburg anmelden zum 16. August (Beginn der Tätigkeit). Da ich im Juli noch einen Termin beim Notar hatte sollte die Eintragung also recht sicher beim Amtsgericht Duisburg durch sein, so dass ich mit Handelsregisterauszug zum Gewerbeamt kann. Gleichzeitig musste ich mir auch noch einige neue Wohnungen in Duisburg anschauen. Post von meinem Notar hab ich bis heut noch nicht über den erfolgten Eintrag, aber die IHK hat mich schon deshalb angeschrieben, Betrüger, die mir auf die Veröffentlichung im Bundesanzeiger hin Fake-Rechnungen schicken … nur halt der Notar nicht. Und was mich zusätzlich stört: der Eintrag im Handelsregister lautet:
BulletBee e.K., Inhaber Markus Baumer
Das ist eigentlich nicht das, was ich wollte und zumal auch etwas unhandlich für einen Firmennamen. Also beim Notar angerufen, aber leider ist der jetzt zwei Wochen in Urlaub. Seine Sekretärin kramte aber meine Akte hervor und fand darin auch mein Fax, wo nebst Zweck des Unternehmens auch drin stand:
… möchte ich firmieren unter dem Namen:
BulletBee
mit dem Zusatz „e. K.“ …
Also von meinem Namen in der Firmenbezeichnung stand da nichts. Ja … in der Handelsregisteranmeldung, die ich unterschrieben hab, steht zwar das ganze drin inkl. meines Namens … aber ich bin davon ausgegangen, dass das so sein muss … weil das Amtsgericht muss ja wissen, wer der Inhaber ist (und mein Name tauchte an keiner anderen Stelle im Dokument auf). Außerdem wurde dieses Dokument ja auf meinen Wunsch hin erstellt (Die Sekretärin meinte auch noch vor meinem Fax „Und schreiben Sie die Firmenbezeichnung genau so auf wie sie dann erscheinen soll.“).
Am Nachmittag meldete sich dann telefonisch ein anderer Notar aus der Kanzlei. Allerdings einer außer Dienst wie sich herausstellte. Das Telefon verlief in etwa so:
Er: Ich wollte mich melden, damit sie da jetzt nicht unwissend bleiben. Wo ist denn da genau das Problem=?
Ich: Ich wollte nur „BulletBee e.K.“ – ohne Namen.
Er: Also sie wollen lieber anonym bleiben?!
Ich: Ist ja nicht wirklich anonym wenn ich mich als Kaufmann in ein öffentliches Register eintragen lassen. Und mein Namen würde ja auf Dokumenten, etc. auch so bestimmt noch auftauchen.
Er: Ja, aber ohne eigenen Namen geht’s nicht. Und da Herr S. das so angefertigt hat, ist der da der selben Meinung wie ich.
Ich: Aber ich habe schon andere Duisburger Firmen im Handelsregister gesehen, „e. K.“ mit Phantasienamen, die das nicht haben.
Er: Wissen Sie, ich bin jetzt 71 Jahre alt, und da ändert sich laufend so viel, da sprechen Sie am besten nochmal mit Herrn S. wenn er wieder aus seinem Urlaub zurück ist am 16. August. Und am besten überfallen Sie ihn dann nicht direkt sondern geben ihm noch 2–3 Tage.
Blimey! … So, jetzt muss ich mit dem falschen Namen im Handelsregisterauszug zum Gewerbeamt … und in ein paar Wochen wieder, wenn ich dann den richtigen Namen drin stehen hab, für eine Änderung. Natürlich kostet mich das jedesmal Geld.
Und dann mal schauen, wie das läuft auf Seiten des Notars. Das ich meinen Gewerbeschein quasi zweimal bezahlen muss, damit hab ich mich ja schon irgendwie abgefunden. Aber mit den Notarskosten … also für mein Verständnis müsste der jetzt die Kosten für die weiteren Schritte zur Korrektur übernehmen. Schließlich kostet mich die Erstellung des Dokuments ja auch Geld (hätte ich die Anmeldung selbst geschrieben hätte ich 21 Euro gespart … aber ich hab mir gedacht: lass den das machen, dann gibt das keine Probleme). Ich bin mal echt gespannt, ob der Notar sich da querstellt. Also falls der mir die Korrektur in Rechnung stellen will (oder die Amtsgerichtskosten für so eine Korrektur, etc.), dann weiß ich, dass ich das leider zahlen muss. Dann werd ich das aber von jemand anderes machen lassen.


