03. Mai 2007

Erdbeer-KäsekuchenErdbeer-Käsekuchen

Am 2. Mai war es mal wieder so weit, ich bin ein weiteres Jahr älter geworden, nun also 24. Zu diesem besonderen Anlass wollte ich mich wieder im Backen versuchen und da mein Käsekuchen vor gut einem Monat so gut angekommen ist, wollte ich mich steigern. Zuerst hatte ich vor, einen Russischen Zupfkuchen zu backen, dies hatte ich dann aber kurzfristig verworfen: das Wetter war schön, die Temperaturen angenehm, also sollte es ein Erdbeerkäsekuchen werden. Ich hatte bislang noch nie ein solchen gegessen oder gesehen, kannte es nur von diversen Eiscreme-Herstellern wie Ben & Jerry’s.

Ich hab nach Rezepten Ausschau gehalten, aber im deutschsprachigen Netz war diese Käsekuchensorte nicht sonderlich oft vertreten (meist wurden einfach nur frische Erdbeeren aufgelegt), im englischsprachigen Bereich gab es 1001 Variationen (Erdbeeren mit einbacken, Erdbeergelee, Erdbeerpulver, etc.). Ich entschied mich dann auf gut Glück für meine eigene Variante.

Der MürbeteigDer Mürbeteig

Für den Mürbteig hab ich folgende Zutaten verwendet:

  • 90 g gekühlte Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ½ Teelöffel Vanillearoma
  • 1 Eigelb
  • 140 g Mehl

Die Butter sollte gekühlt sein, aber nicht so kalt, dass man sie nur mit Mühe kneten kann. Das Eiklar behalten, das verwenden wir noch später für die Masse.

Als erstes habe ich die 26 cm-Springform vorgefettet und anschließend alle Zutaten zu einem Mürbeteig verknetet. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass dies am Besten mit der Hand geht anstatt Knethaken. Den Teig nicht zu lange kneten, sonst wird er rissig. Von der Teigmasse habe ich etwa ein Drittel zu einer Wurst gerollt und diese in den Rand der Springform gedrückt, etwa 3,5 – 4 cm hoch. Der Rest der Teigmasse wird dann dünn auf der Fläche verteilt (zur Not etwas Teig wegnehmen, falls der Boden zu dick ist). Anschließend habe ich noch mit einer Gabel Löcher in den Teig gestochen, damit dieser keine Blasen wirft. Danach wurde die Springform mit Teig in den Kühlschrank gestellt.

Mürbeteig in Springform

Mürbeteig in Springform

Die Käsekuchen-MasseDie Käsekuchen-Masse

In die Masse kommen folgende Zutaten:

  • 500 g Magerquark
  • 250 g 20 %-Fett-Quark
  • 250 g 40 %-Fett-Quark
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 Päcken Käsekuchenhilfe
  • 200 g Zucker
  • 125 ml Milch
  • 4 Eier und das übrig gebliebene Eiklar des Teigs
  • 1 Prise Salz
  • ½ Fläschchen Zitronenaroma

Alle Zutaten gut verrühren, bis man eine einheitliche cremige Masse erhält. Nach Belieben kann aus das Eiklar vorher auch steif geschlagen werden und danach unter die Masse gehoben werden. Dies macht die Masse luftiger, jedoch sorgt dies auch dafür, dass die Masse im Ofen mehr aufgeht und so die obere Haut eher Risse bekommt.

Nachdem die Masse gleichmäßig verteilt in die gekühlte Springform gefüllt wurde, kommt diese für ca. 70 – 75 Minuten bei 175° C in den vorgeheizten Backofen. Bei Ober- und Unterhitze auf die unterste Schiene.

Kuchen vor und nach dem Backen

Kuchen vor und nach dem Backen

Der Kuchen muss erstmal auskühlen, alleine schon um wieder kleiner zu werden (also nicht erschrecken, wenn der Käsekuchen nach dem Backen weit über die Springform herausragt). Je nachdem wie der Kuchen aufgegangen ist, bilden sich z.B. Falten / Wellen auf der oberen Haut, wenn der Kuchen in Form eine starken Wölbung / Kuppel aufgegangen ist. Ist er stark nach außen aufgegangen können sich Risse bilden – hier müsste man dann evtl. auch ein wenig nachhelfen, damit der Kuchen wieder zurück in seine Form geht (und nicht am Rand der Springform hängen bleibt).

Mit einem Messer kann der Rand des Kuchens vorsichtig vom Rand der Springform gelöst werden, dies geht meist besser, wenn der Kuchen noch warm ist.

ErdbeerenErdbeeren

Der Käsekuchen an sich ist jetzt fertig und kann so serviert werden; ich wollte jedoch einen Erdbeer-Käsekuchen haben. Also habe ich noch folgende Zutaten benötigt:

  • ca. 1 kg Erdbeeren… je nachdem, wie viel man während der Zubereitung wegnascht ;-)
  • 6 Blatt rote Blattgelatine
  • Zucker (nach persönlichem Geschmack)

Der Kuchen sollte sich bis jetzt soweit abgekühlt haben, dass dieser nicht mehr kleiner wird. Etwa die Hälfte der Erdbeeren (die schöneren, nicht matschigen) habe ich in Hälften auf dem Käsekuchen platziert; die ideale Gelegenheit um Risse zu verstecken. Die andere Hälfte habe ich püriert und mit Zucker abgeschmeckt. Die Menge Zucker sollte nach eigenem Geschmack und der Süße der Erdbeeren individuell erfolgen. Ich hatte so etwa 500 ml Erdbeerpüree, das ich dann mit 6 aufgewärmten Gelatineblättchen vermischt habe. Hier kann natürlich auch gemahlene Gelatine, AgarAgar oder Gelierzucker verwendet werden, ganz wie man es mag. Es geht hauptsächlich darum, dass das Erdbeerpüree nicht verläuft, sonder fest auf dem Kuchen bleibt. Sollte es mehr oder weniger als die o.g. Menge Erdbeerpüree werden, sollte man natürlich auch mehr bzw. weniger Gelatine verwenden. Hier ist es am Besten sich an den Anleitungen auf der Verpackung zu orientieren.

Die Springform habe ich gelöst und zwischen Form und Kuchen den Rand mit Butterbrotpapier gesteckt (natürlich geht auch Backpapier o.ä.), anschließend die Springform wieder geschlossen. So bleibt das Erdbeerpüree/-gelee nicht am Rand der Form kleben. Das Erdbeerpüree wird mit einer Suppenkelle oder einem großen Löffel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilt, bis zum Rand, dass eine gleich hohe Fläche entsteht. Die meisten Erdbeerstückchen sollten jetzt vollständig von Püree umgeben sein. Das ganze geht dann so erstmal für mehrere Stunden (z.B. über Nacht) in den Kühlschrank bis alles schön fest geworden ist.

Kuchen mit Erdbeeren, Kuchen mit Gelee, Kuchen fertig

Kuchen mit Erdbeeren, Kuchen mit Gelee, Kuchen fertig

DekorationDekoration

Ich war mir nicht sicher, wie ich den Kuchen verschönern sollte, also hab ich mich für ein Gitter und Sahnehäubchen entschieden. Ich habe eine fertige Vanillesoße (z.B. Schwartau) verwendet und keine selbstgemachte (Vanillepuddingpulver und doppelte Menge Milch), weil diese nicht fest genug ist und sich nach einiger Zeit in die einzelnen Bestandteile auflöst. Die Vanillesoße habe ich in einen Trichter geschüttet, auf den ich vorne die Tülle mit der kleinsten Öffnung montiert hatte. Mit dem Zeigefinger zuhalten – positionieren – Zeigefinger weg und die Linie ziehen (nicht zu schnell, nicht zu langsam) – Zeigefinger wieder drauf. Tipp: das ganze sollte man vorher mal auf einem Teller übern. Falls doch etwas schief geht, kann man mit einem Messer noch ein wenig korrigieren.

Nachdem das Gitter fertig war, schlug ich Sahne auf, mit Sahnesteif und etwas Zucker, das ganze ab in den Spritzbeutel, sternförmige Tülle aufgeschraubt und damit den Kuchenrand verziert. Immer in der Hoffnung, dass die Sahne bis zum Nachmittag auch wirklich in Form bleibt.

Auch wenn ich in Sachen Backen noch ein Anfänger bin, konnte sich der Kuchen sehen lassen. Ich war schon stolz auf mich und froh, dass es in meiner Firma allen geschmeckt hat, der Kuchen war in kürzester Zeit weg, noch schneller als mein Käsekuchen Ende März.

Erdbeer-Käsekuchen

Fertiger Erdbeer-Käsekuchen

Kategorie: Kochen & Backen
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2 Antworten

  1. Duzi sagt:

    Sieht lecker aus. Aber ich mag lieber den traditionellen Kuchen :)

  2. Anja sagt:

    Russischer Zupfkuchen? Davon habe ich mal Hautausschlag bekommen.

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